Viele Häuser verfügen über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, mit der Strom erzeugt wird. Das ist umweltfreundlich und beschert dem Betreiber sichere Einnahmen und diverse Steuervorteile.
Auf die Dächer unserer Häuser scheint viele Stunden im Jahr wertvolles Sonnenlicht, das völlig ungenutzt bleibt. Mit einer Photovoltaikanlage wird dieses in elektrische Energie umgewandelt und in das öffentliche Stromnetz eingespeist, von wo aus es viele Haushalte mit Strom versorgen kann. Das funktioniert – vereinfacht ausgedrückt – dadurch, dass Sonnenlicht auf verschiedene Schichten trifft und dort Spannung erzeugt. Photovoltaik nutzt also die unendlich zur Verfügung stehende Kraft der Sonne und verursacht dabei im Gegensatz zu fossilen Energieträgern keine schädlichen Emissionen. Sie ist absolut geräuschlos und auch für normale Häuser noch zu erschwinglichen Preisen zu bekommen.
Wer seinen selbst erzeugten Strom in das öffentliche Stromnetz einspeist, bekommt aufgrund des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eine für 30 Jahre garantierte Vergütung bezahlt. Diese hängt vom Jahr der Inbetriebnahme ab und wird weniger, je später die Anlage installiert wird. Die Einspeisevergütung für im Jahre 2011 in Betrieb genommene Photovoltaikanlagen beträgt beispielsweise 28,74 Cent pro Kilowattstunde. Aber auch für selbst genutzten Strom wird eine Vergütung bezahlt. Wer gewerbsmäßig selbst erzeugten Strom verkauft, wird aus Sicht des Finanzamts zum Unternehmer, was mit Vorteilen und Nachteilen verbunden ist. So muss man Rechnungen schreiben sowie Umsatzsteuer einbehalten und an den Fiskus abführen. Allerdings ist man auch zum Vorsteuerabzug berechtigt: man kauft die Photovoltaikanlage dann sozusagen zum Nettopreis, weil man die Umsatzsteuer wieder erstattet bekommt. Nach Ablauf eines Kalenderjahres wird der Gewinn durch eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermittelt und dem Finanzamt gemeldet. Hierbei kann man diverse Ausgaben (z. B. für Wartungskosten, Versicherungen, Steuerberatungskosten) geltend machen und Abschreibungsmöglichkeiten beanspruchen. Es ist dabei gut möglich, dass sich in den Anfangsjahren ein rechnerischer Verlust ergibt und man sogar Steuern spart.
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