Bei der Umweltbewegung handelt es sich um eine soziale Bewegung, die sich hauptsächlich auf Natur- und Umweltschutz konzentriert. Umgangssprachlich wird sie auch als Öko – Bewegung bezeichnet. In der Umweltbewegung sind die einzelnen Akteure nicht zwangsläufig nur in einer Umweltorganisation tätig. Jedes einzelne Mitglied kann sich in mehreren Organisationen engagieren. Wird ein Problem wahrgenommen, tun sich die einzelnen Akteure zusammen, um die Öffentlichkeit auf das bestehende Problem aufmerksam zu machen und gemeinsam dagegen anzugehen. Oftmals sind auch Nichtregierungsorganisationen Umweltbewegungen. Gute Beispiele dafür sind zum Beispiel Greenpeace, NABU oder auch BUND.
Nicht alle Umweltbewegungen sind gleich. Man kann sie anhand ihrer Zielstellung, des Organisationsgrades, der gewählten Strategien und auch anhand der Größe voneinander unterscheiden.
Eine gute Umweltbewegung behält stets ihr Ziel vor Augen und geht systematisch vor. Zunächst setzt sich die Organisation mit dem Problem auseinander, sprich das jeweilige Problem wird gezielt thematisiert und besprochen. Anschließend kommt die Organisation nach bestimmten Strukturen, um das jeweilige Problem zu lösen. Eine Umweltbewegung setzt sich mit allen wichtigen ökologischen Themen auseinander. Alles was für Natur- und Umweltschutz wichtig ist, kann mit Hilfe der Umweltbewegung erhalten werden. Meistens sind die Initiativen thematisch und zeitlich begrenzt. Ein Projekt läuft entweder solange bis das Ziel erreicht wurde oder bei jährlichen Aktionen wie zum Beispiel die Aktion „Mobil ohne Auto“, nur über eine gewisse Zeitspanne, die sich jährlich wiederholt.
In Deutschland unterscheidet man grundsätzlich zwei Umweltschutzbewegungen. Zum einen gibt es die erste Umweltbewegung, welche um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert entstand, und zum anderen die zweite Umweltbewegung welche zwischen 1970 und 1980 entstanden ist. Die Wurzeln der ersten Umweltbewegung liegen in der Romantik und der Heimatschutzbewegung, sowie in der Lebensformbewegung und der biologisch – dynamischen Landwirtschaft. Die zweite Umweltbewegung entstand in Ost- und Westdeutschland und gehört zu den neuen sozialen Bewegungen. Stark geprägt wurde diese Bewegung durch ihre Vermittlung von postmaterialistischen Wertorientierungen.
In der Entstehungszeit der Umweltbewegungen, besonders in den 70er und 80er Jahren, Bildeten sich subkulturelle Formen, die es auch heute noch gibt. Anhänger der subkulturellen Formen verfolgten nicht mehr nur Umweltschutz betreffende Ziele, sondern bildeten sogar ihren eigenen Lebensstil. Menschen mit diesem alternativen Lebensstil werden auch oft einfach als Ökos bezeichnet und erfahren in der heutigen Welt relativ viel Ablehnung, denn schließlich ist das Leben mit der Natur, anstatt von der Natur, doch eher die Ausnahme als die Regel. Die so genannte DDR-Umweltbewegung ging eher aus dem kirchlichen hervor, und vermischte den Umweltschutz mit dem Glauben. Für Kirchen und deren Mitglieder mit Traditionen war dies eher erschreckend als gut zu heißen. Doch es gab bei dieser Umweltbewegung auch Unterschiede bei den Mitgliedern. Manch einer war eher bürgerlich eingestellt, manch anderer wiederum trat eher anarchistisch auf. Aus den ersten Umweltbewegungen formten sich zahlreiche Naturschutzverbände, welche zum teil auch politisch agieren. Im Jahre 1981 gründete sich zum Beispiel die GAZ (Grünen Aktion Zukunft) daraus entstanden die Parteien „Die Grünen“ und die „ÖDP“. Doch leider spalteten sich manche Umweltbewegungen auch immer mehr in die kirchliche Richtung, was zum Teil zu den heutigen zahlreichen kirchlichen Einrichtungen führte, die man meist nur als Sekte bezeichnet.